Lisa Kretschmer

hat in München, den Niederlande und Dänemark Kommunikationswissenschaft, VWL und Journalismus studiert. Praktika brachten sie immer wieder an die Schnittstelle von Medien, Wirtschaft und Politik. Da sie politische Kommunikation nie losgelassen hat, vertieft sie momentan ihre Kenntnisse in diesem Fach im Rahmen eines Masterstudiums an der FU Berlin.

Partizipation bedeutet für sie das Gegenteil von Lethargie

Ob online oder offline, im Gesetz verankert oder nicht, in konventioneller und unkonventioneller Form: Partizipation bedeutet für mich das Gegenteil von Politikverdrossenheit. Ein Ausbrechen aus politischer Gleichgültigkeit, eigenständiges Nachdenken und Hinterfragen. Sie kommt nicht aus dem Nichts. Sie wächst aus der Überzeugung, Staat, Bürokratie und der gesellschaftlichen Mehrheit als Einzelner nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern selbst etwas bewegen zu können.

Das Internet kann Rahmenbedingungen für neue Partizipationslust schaffen. Die Chance sich in einer individualisierten Welt frei über Informationsquelle und  -zeitpunkt zu entscheiden und Gleichgesinnte zu finden. Eine neue Unabhängigkeit von der Agenda der Massenmedien. Ein transparenterer Staat, in dem politische Aktionen proaktiv begründen werden müssen, um nicht ein zweites „Wikileaks“ oder den nächsten „Shitstorm“ auszulösen. Ein Mausklick oder die Unterschrift unter einer ePetition machen aus einem “User” zwar noch keinen politisch verantwortungsbewussten Bürger. Aber sie lässt ihn Fuß fassen in einer politischen Öffentlichkeit.

 

 

Leave a Reply

(*) Required, Your email will not be published